Die Macht des Sehens:

am besten einfachmal auf dem link drücken und lesen:

http://www.inkota.de/material/suedlink-inkota-brief/176-koerper-und-politik/sl176-debarros/

Körperpolitik ist eng mit der Klassifizierung von Menschen anhand körperlicher Merkmale verknüpft. Die hat eine lange Geschichte – und wirkt bis heute.

von Lina Render de Barros

Die Klassifizierung und Bewertung von Körpern gewann besonders in der Kolonialzeit eine wichtige Bedeutung für die Machtausübung. Rassistische Politiken, die sich an Körpern orientierten, wurden gestärkt, da sie die Ausbeutung bestimmter Bevölkerungsgruppen scheinbar legitimierten. Ihre machtvolle Wirkung setzt sich bis heute fort: In Gewalt gegen Menschen, die anhand ihrer Körper bestimmten Gruppen zugerechnet werden, in globalen Unrechtsverhältnissen – und in unserem Blick.

Beyoncé, Black-Lives-Matter und Baartman
Die TV-Show Saturday Night Life veröffentlichte das Satirevideo „The Night Beyoncé Turned Black“, das sich sofort viral verbreitete: Es zeigt apokalyptische Szenen, in denen weiße US-amerikanische Fans durch den Schock über die „Entdeckung“ von Beyoncés Blackness in Panik geraten. „Formation“ wird als ihr politischster Titel gefeiert, und so politisch wie ihre Selbstpositionierung sind in dem Video auch die deutlichen Bezüge zur Black-is-Beautiful-Bewegung der 1960er Jahre und zur aktuellen Black-Lives-Matter-Bewegung gegen rassistische Polizeigewalt.

Rassismus und andere Formen von Diskriminierung erscheinen uns häufig als Reaktion auf Andersheit. Dies wird deutlich in Aussagen wie: „Sie wird diskriminiert, weil sie eine Schwarze Trans Frau ist“. Viel zutreffender wäre es jedoch, zu sagen: „Sie wird diskriminiert, weil wir in einer rassistisch-patriarchalen Gesellschaft leben, deren Erhalt ihre Abwertung voraussetzt.“

Schwarze und of Color Künstler*innen, Akademiker*innen, Queers und Aktivist*innen bemühen sich darum, aus ihren jeweils spezifischen Blickwinkeln normative Ordnungen und rassistische, sexistische Körperpolitiken in Frage zu stellen. Der rassistische Blick und die entstehenden Körperbilder dienen der Aufrechterhaltung konkreter Machtverhältnisse. Sie beeinflussen alle Bereiche unserer gegenwärtigen Gesellschaften.

was machen gegen bautzen?

ok, ja wer ich schon, der/die das entscheiden könnte wa smensch da so machen soll…

nur leben wir in ein unter einem staat, der großteils von reaktiöneren voll dummis besetz ist. nicht das der staat irgendwas gutes an sich hatte.. es hat den gewaltmonopol um den herschenden verhältnisse aufrecht zuerhalten. wenn überhaupt mal der staat was gebracht hat.. dann vlt evt. wenn ein guter dispot alein der stats darstellte..das wären dann so in stadtsstaaten möglich wahrscheinlich.. den 99% der fälle kein dispot schlicht nicht gut sein, weil es die probleme seine mitmenschen garnicht kennen kann.

aber ja nehmen wir so ein sternstunde des „rechts-staats“ sehen wir dieses video, was zu befrieden meiner gefühle reicht.

doch möchte ich den staat nicht, der genauso auch auf mich meine geflüchtete freunde oder migrantische freunde von mir einschlägt..  muss ich das in dem video statt findende, auch selbst organisieren können. also go for it.

aber ja wenn wir die mitteln dazu nicht bekommen, weil wir mit extremismus theorie und fachistische kops und all die alltagrassisten dran gehindert werden.. dann braucht sich auch keiner darüber zu beschweren wenn leute in fundamental religiöse ideologien halt finden um es sich nicht gefallen zu lassen, das sich deutscher pisser aufführen hitler.

denkt mensch in der präferie wird ja auch alles einfach nur hardcor unterdrückt..und den leuten bleibt dann am ende nur drogen oder zwangsarbeit.. aber mensch musste vlt. mal in der präferie mehr als nur urlaub gemacht haben um festzustellen, das der freiheit label hier auf kosten der unfreiheit label dort funktioniert. und das sichtbar machen der unfreiheiten hier, mehr als eine zweite revolte in der präferie auslöst. und die „flüchtlings welle“ wird dann erstrecht, nicht die letze sein.

also für uns bleibt weiterhin der weg zur selbstorganisation. für den staat der weg der selbstabschaffung. und für den nazis der tod, als beste aller möglichen welten.

Grundeinkommen und Care Arbeit

„Grundeinkommen und Care Arbeit – der Weg zu einer gerechten gesellschaftlichen Arbeitsteilung?“
Vortrag mit Antje Schrupp
Samstag, 3. September 2016, 19.00 Uhr
Ökohaus Frankfurt, Kasseler Str. 1A, 60486 Frankfurt am Main
Die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) ist bereits Jahrhunderte alt, neueste Technologien und die zunehmende Automatisierung der Arbeit und vieler alltäglicher Prozesse lassen diesen gesellschaftlichen Traum näher rücken. Aber was würde die Einführung des BGE für die Wirtschaft und unsere moderne (Dienstleistungs-)Gesellschaft bedeuten? Und was hieße das für die geschlechtliche Teilung der Arbeit? Denn es besteht nach wie vor ein Ungleichgewicht zwischen denen, die Sorgearbeit leisten, und denen, die es nicht tun. Das Grundeinkommen darf nicht als „Hausfrauenlohn“ missverstanden werden. Wenn das Grundeinkommen leistungsunabhängig sein soll, kann es nicht die ökonomische Organisation von Sorgearbeit ersetzen. In dem Vortag wird die ungelöste Frage der heute unter- oder unbezahlten, unverzichtbaren Sorgearbeit in den Debatten um das Grundeinkommen von der Politikwissenschaftlerin und Bloggerin Antje Schrupp unter die Lupe genommen. Richtig verstanden, kann das Grundeinkommen eine Ausgangsbasis darstellen, von der aus neue, gerechte Gesellschaftsverträge und Geschlechterverhältnisse ausgehandelt werden können.
Eine Veranstaltung von Arbeit und Leben Hessen in Kooperation mit Arbeit und Leben Frankfurt.
Ab 18.00 Uhr ist die Ausstellung „Bedingungsloses Grundeinkommen“ der AG Genug für Alle (attac) im Ökohaus zu sehen. Die Ausstellung wird bis zum 9. September gezeigt und ist täglich (außer Sonntag) geöffnet.