krumsebelkämpfer im herzen des hydra’s

gestern um 22uhr bekamm ich ein anruf von einem freund.

in NICHT-deutscher sprache:

-wie gehts dir?

*gut, dir?

-hab angerufen weil ich lange nichts von dir gehört hab, aber eine freundin ist heute bei mir und wir wolten auch tanzen gehen. was mahst du heute?

*bin bei meine eltern, sie haben besuch. hab auch lust raus zu ghen.

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die vorgeschichte ist, das wir uns seid 3 jahren kennen. nach meinem umzug in den ruhrpott. war es für mich etwas posetives, dass ich in ruhrgebiet mit menschen die meine muttersprache geredet haben, in kontakt kommen könnte. er war damals ein asylbewerber und müsste sich ein zimmer mit 4 anderen teilen. daher haben wir so gesehn über 1 jahr unseren wohnung miteinander geteilt. da war er näher in der stadt. er half mir meine muttersprache wiederzulernen. ich teilte meine bürgerlichen privilegien mit ihm. in weisen räumen war ich nicht alleine. er bekamm kontakt zu deutschprechende leuten und unser freizeit beschäftigung war meistens in ein weis-linken raum in unsere kleine ruhrpottstädtschen zu gehen um dort zu kickern. mir war es meist lieber nur in witten zu bleiben..oder wen ich tanzen gehen wollte, bin ich nach berlin oder nach leipzig gefahren.. er wollte auch da hingehen wo die „normalen“ kartoffeln sind. trotz seiner betonnung, das die linken ganz nett sind, macht er vorallem mir oft sichtbar das bei den linken viel ein gerede ist.

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etwa vor einem 1,5 jahren an einem solchen abend hatten wir uns entschieden nach bochum in den bermuda dreieck tanzen zu gehen. ich war sehr schäu und meinte hier nicht, da nicht. er überedet mich komm wir gehen einfach da rein. in so eine großraum disco namens riff. kaum an der tür angekommen, frage der türsteher nach ausweis. als mein freund seinen asylbewerber ausweis auspackte meine er schon:“damit wirds hier nix!“ ich fragte, warum…und keine ahnung was alles gesagt würde.. ich war nach 20 sekunden gespräch so wütend.. das ich zu dem türsteher sagte, das es eine gesetzlich geltendes dokument sei, er ein rasissist ist und ich zu polizei gehen werde. der typ war sichtlich getroffen und baute sich auf.. mein freund zog mich weg und sagte das er es nicht wert ist. diese weise typ ca mitte 40 mit dunkel braunen/evt auch grauen bart harre etwa 3-4 cm lang, würde ich gerne verprügeln. mir ist aber klar das es sich nicht lohnt. es gibt ja millionen wie er.. damit würde ich nie fertig werden, wenn ich erst damit anfangen würde. genau aus diesem schlussfolgerung bin ich auch vor 3 jahren aus leipzig weggezoggen.. da waren es nicht nur die türsteher.. sondern auch vorbeilaufende wochendendtouristen die unteralkohol einfluss immerwieder ihr innerstes offenlegten.

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heute bin ich 26. mit 17 war ich das erste mal in eine deutsche disco.

damals  meine eltern  mir von  loveparade. davon das wir in unseren land sowas nicht haben können, weil demokratisierung prozess in unserem land stehts von sogennanten „imperialisten“ unterbunden wurden. sie erzählten mir wie in nammen von relegion jeder art von öffentliche freude unterbunden wurde. meine eltern haben mir das tanzen gehen nie verboten. sie freuten sich, dass ich ihren traum leben kann.

mit 17 hatte ich einige kurdiche und andere schwartz harrige freunde mit dennen ich außerhalb von schule abgehangen bin. wir waren damals drauf angewiesen in unserem stadtteil zusammen rumzulaufen, damit fachos uns nicht angreifen..und die meiste zeit war es eher so das die fachos nicht mit ihre klamotten einfach so in unserem stadteil rumlaufen konnten, weil sie sonst von uns verprügelt wurden. bin hin zu raubzüge auf deutsche drogendealer, oder abstecher in nachbarstadteil wo asylbewerber von fachos angegrieffen würden und wir dort erstmal für gleichgewicht sorgen müssten.

mit eben diese freunde bin ich das erste mal abends weg gegangen.. der älteste von uns sagte dem türsteher hallo, und wir gingen gemeinsam rein. wir zahlten kein eintritt..die kartoffeln musten auch mikrige 2 euro zahlen. also kein großer unterschied. dieses tanzen gehen in den club cosmos in leipziger innenstadt, ging jahre ang gut. bis der laden den besitzer gewechselt hatte. und irgendwie am pleite gehen war..da versuchten wir auch in anderen discos zu gehen. und uppps der vorhang viel.

wir kammen als gruppe nirgends rein. uns würde klar ah in dr nachbar disothek wo die leute(schwartzköpfe) immerhin gegangen sind die in unseren club nicht reingekommen sind, kammen wir nciht rein.

nach vielen nächte voller rumpöbelei.. einmal irgendwo rein gekommen.. weil wir in zweit weg waren, kammen wir nechste woche nicht rein, weil angeblich zu voll. uf dr staße saufend.. würden wir angepöbelt.. wir verprügelten paar leute..liefen weg. wir setzen uns bis spät in die nacht an öffentlichen plätzen. und lernen deutsche kennen..wollen dan zusammen tanzen gehen, werden aber nciht rein gellassen.. die kartoffeln gehen natürlich rein.

unzählige gechichten…

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gestern abend später in der nacht:

eine disco, wo mein freund und seine freundin schonmal waren, hatte wegen baumaßnahmen noch geschlossen. ich machte den angebot in eine alternativ angehauchte disco zu gehen. die beiden meinten..ja die bahn zurück fährt um 6 uhr früh..wenn wir in eine kleine disco gehen wird uns schnell langweilig. lass uns noch wo anders gucken. 

dafor in der straßen bahn hatten wir über unsere probleme geredet. die beiden hatten mir fast 30 min lang abwechselnd erzählt das ich mir selbst nichts gutes tue wenn ich mich soviel mit politik auseinandersetze, ich solle mein jugend genießen die schönen dinge sehen. es sei diese linke szene die mich depressiv mache, wenn ich auch was anderes mache, werde ich sehen das es auch andere schöne dinge gibt.

lass uns noch woanders gucken..und all die worte in mein kopf.. führt dazu das wir vor riff diese disco wo lauter ungeschellt, ungekocht, ungewürtze bittere kartoffeln hingehen landen. ich sag noch zu den beiden, selbst wenn wir reinkommen ich werde kein spaß ahben diesen abend… trau mich aber nicht mit deutschlicher auszudrücken.. die beiden komm schon nein diese kartoffeln sind genauso wie die anderen kartoffeln… da stehen wir dann vor 6 türsteher.. diese oberkartoffel steht 3 meter von mit und erzählt dem anderen faulen kartoffel irgendwas ins ohr. —–oberkartoffel =der rasiistiche türsteher vor 1,5 jahren——-dies führt dazu das der faule kartoffel mein ausweis den ich in der hand hatte, garnicht sehen wollte. und mit den worten du nicht. mich nicht reinlassen will.. in eine innere freude, das ich da nicht rein muss bin ich beruhigt und gehe 3 schritte zurück ohne diese kartoffeln überhaupt anzugucken. die freundin von uns fragt dem typen warum? eine sehr schlaue antwort folgt:“ich kenn dem nciht!“ :DD

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später abend…. nach dem in eine weitere disco(SAM’S) nicht rein gelassen werde…weil die geschenkte 250 euro teure enteigneten schuhe zur sprortlich seien… nehme ich eine taxi bei einem schwartzkopf natürlich.. und fahre nachhause. bei meine eltern und ihren besuch angekommen.. kommt eine verspätete hallo aus mein mund.. sie fangen miteinander darüber zu diskutieren ob ich den jetz in eine disco war oder nciht.. ohne mich zu fragen. :)) ich musste bischen lächeln. und erzähle dann as passiert ist. die freunde von mein vater erzählen, das ihr sohn zum 18 geburtstag für 130 euro VIP plätze reserviert hatte in eine disco, dann aber sammt freunde nicht reingelassen wurde, weil sie angeblich zu besoffen waren. nicht mal geld zurück gabs.. ich erzählte mehr. und als ich sagte „und ihr beschwert euch bei uns wenn wir sagen, dass wir nicht teil dieser gesselschaft sein wollen?“ war es klar. es gibt nur unseren gesselschaft und ihre. es gibt nichts dazwiechen. es gehört zu merkmalen einer diaspora. warum leiden weise die kolonial reisen machen und dann mal jahre lang in antalya bleiben, nciht an einem diaspora? die herschaftsverhältnisse sind klar. es ist keine befreiung sich ihnen anzupassen. die einzige befreiung finden wir in uns und unter uns, miteinander.

bewegung

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2 Gedanken zu “krumsebelkämpfer im herzen des hydra’s

  1. als non-/white/ women sehen die verhältnisse ganz anders aus: unsere körper bringen „würze“ in de /weiße/ clubs. gelockt mit freigeträken oder auch mal freiem eintritt dürfen wir uns zur schau stellen, „exotisch tanzen“ und /weiße/ typen beglücken — wehe wir wollen mit einem man* of color rein; „was willste denn mit diesem?“ kommt nicht nur von türstehern sondern zu oft aus der so-genaten „eigenen commnity“.

    /weiß/sein repräsentiert macht. und die tochter/ekelin/nicht sol doch bitte teil davon sein. wenn auch nur dekorativer teil. post-koloniale mentlität lässt grüßen. wie sollen wir dann noch überhapt nicht-/weiße/ männer* interessant/attraktiv finden?! alles ist gepolt auf „schnapp die n /weißen/ typ, dann machste alles richtig!“. bullshit.

    „die herschaftsverhältnisse sind klar. es ist keine befreiung sich ihnen anzupassen. die einzige befreiung finden wir in uns und unter uns, miteinander.“

    — und wer ist dieses „uns“? poc? comunities of color? diasporische communities?

    gibt es dieses „wir“ überhaupt?! wenn wir sehen wie die meisten dieser „communities“ entweder happy dem captalismus nacheifern (immer besser, höher, schneller) bzw. selber teils absolut rechte ideologien, ideologien von hierarchie und domination vorantreiben? graue wölfe sind nicht meine brüder. so sind es auch nicht non-/white/ capitalists. ist die unterdrückung weniger schmerzhaft wenn sie von einer schwarzen person ausgeht?! und was mache ich mit dem polizisten of color der mich verprügelt ud eigebuchtet hat? ist r ein bruder? und die sachberabeiteri of color beim jobcenter? ist sie eine schwester die mir nur kein geld auszahlen möchte? und was mit den ganzen non-/white/ fahrkartenontrolleur_innen? alle brothers*/siters*?!

    einen gemeinsamen erfahrungshorizpnt im bezug auf rassismus, heißt noh lange nict gemeinsame ziele verfolgen. stretegische bündnispolitiken ist eine sache. das kann u.a. mit diversen communities passieren. gemeinsame politik – eine ganz andere sache.

    essentilistsiche zuschreibeungen (DIE poc = DIE guten; DIE /weißen/ kartoffeln = DIE bösen) machen für mich null sinn und führen ggf. in ein poc-faschismu wo wir dann jegliche kämpfe von non-/white/ people supporten nur weil halt opfer von imperialismus und bla. nee. wir haben eine ideologie. und diese kann in verschiedenen historischen momenten von verschiedenen menschen – z.b. auch /weißen/ – angewandt werden. inspirierend sein. and this is the people we need to work with then. nicht mit rechten/fascho/religiösen poc, nur weil sie halt brown/black sind!

    ei guter ansatz kann für mich ist es mit kommunistisch_anachistisch_anti-autoritäten poc zusamme zu arbeiten. ja unser gemeinsamer erfahrungshorizont als third world people bzw. nicht-/weiße/ leute formt unsere politik ungemein. ähnlich wie mein erlebe von sexismus. von /weißen/ und nicht-/weißen/ männern*. und da suche ich bündnisse. emanzipatorische perspektiven. nicht-eurozentrisches revolutionäres wissen. da fühle ich mich aufgehoben. empowert.

    und noch son gedanke zu „muttersprache“. warum eigentlich nicht „vatersprache“? also „mutter“ wird ja immer mit „nation“ gleichgesetzt. „ich liebe meine mutter, wie meine nation“. *kotz*. warum nicht: „die sprache meiner eltern“ oder „die erste sprache die ich gelernt habe“ oder „meine erstsprache“?

    soweit.
    ich geh jetzt müsli essen.

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