Antifaschistische Rede Dortmund

ich rede als politischer Refugee, der als Kind in Asylbewerber Lager die Gewalt der Nazis am eigenen Körper spuren musste. Heute hab ich einen deutschen Pass, aber ich hab nicht vergessen, wie ich mich damals Gefühl habe, als Nazis mich auf der Straße verfolgten und verprügelten. Wir konnten damals nicht zu Polizei gehen, wegen Sprachbarrieren, und ständige angst vor den kops und Ämter, und was uns das hätte bringen sollen, versteh ich bis heute nicht. Ich wünschte mir damals wie heute, soziale Kontakte, in mitten einer Gesellschaft, wo einzelne sich nicht Minderheiten raus-picken können.Ich denke nur in mitten einer großen Community kann verhindert, dass mir sowas nicht wieder passiert. Deswegen bin ich heute hier, weil ihr hier seid. Also guckt nicht weg, hört mir zu, bleibt bei mir. ich habe auch eine Meinung zu Nazis, Rassismus und Antifaschismus.

Was ich lernen musste in mein leben, ist es das es immer solche Sekten gibt die Gewalt irgendwie rechtfertigen. Den Fokus auf die Täter zu richten hat mir jedoch nie geholfen. Das Kreislauf der Gewalt und Hass zu beenden, mich auf mich und andere betroffene von Gewalt zu richten ist heilsam. In einem kollektiven Prozess des sich selbst lieben lernen lässt sich Hass bekämpfen bis zur eine gesellschaftliche Veränderung wo Nazis keinen platz mehr haben.

Rassistische Parolen, sind keine Meinung von geistig verwirrten, welche zu einem demokratischen Diskurs beitragen könnte. Rassismus ist ein angriff auf dem Existenz recht von Menschen, welche eine angeblich überlegene teil der Gesellschaft nicht angehören. Da gibt es nichts zu reden, da gibt es nicht zu diskutieren. Das hat weder mit Demokratie zu tun noch mit Protest.

Was ist jedoch Antifa? Bin ich Antifaschist weil ich als Antifaschist geboren wurde? Oder wird Mensch nicht zu einem Antifaschisten in dem Mensch Erfahrungen und Prozesse gemacht hat, indem Mensch sich bewusst mit seine Umgebung auseinander setzen möchte? Zur eine bewusste Auseinandersetzung gehört es Kritik anzunehmen. Dazu gehört Phobien oder besser gesagt den eigenen hass abzulegen. Dazugehört auch, sich selbst in Verhältnis zu seiner Umgebung zu sehen. Sich über seine Privilegien und Handlungsmöglichkeiten bewusst zu sein. Erst daraus entsteht eine gesellschaftsfähige antifaschistisch Bewegung, welche bei dem eigenen Rassismus beginnend, den Rassismus in der Mitte der Gesellschaft bis zu ungeheuerlichen taten der Nazis stoppen kann.

ich bin auch hier, weil es Antifa Genclik gab. Von 1988 bis 1994 entstanden von den migrantischen vierteln west-berlins ausbreitend über das ganze Bundesgebiet selbstorganisierte migrantische antifaschistische Jugend Gruppen. Damals war Antifa nicht eine akademische weisze elitäre Sache, und die Subjekte in einem antifaschistischen Kampf waren die tatsächlichen betroffenen, Migranten Kommunisten Punker Frauen und wohnungslose. Durch polizeiliche Kriminalisierung wurde Antifa Genclik 1994 zerschlagen, und die Spaltung zwischen Antifa und Antira begann, weil die meisten weisze Antifa Gruppen nicht einsehen wollten, dass, eine derartige Zerschlagung nur möglich war, weil Migrantinnen in besondere Art uns Weise nicht nur an der Front dieser kämpfe stehen sondern auch die Gewalt abbekommen.

Deswegen lasst uns erinnern in welche Tradition wir stehen und was unsere Geschichte ist um die Fehler nicht immer und immer wieder zu machen.
Antifaschistische handeln ist eine Pflicht und keine Ruhms tat und auch nicht für den Image um sich besser zu fühlen. Antifaschismus ist kein Spaß oder Freizeitaktivität, es ist eine Haltung für eine menschlichere Gesellschaft. Antifaschismus ist liebe zum leben und zu unsere Mitmenschen.

Lobenswert ist die antifaschistische Entwickelung in Dortmund dahingehend, dass wieder mit migrantinnen zusammengearbeitet wird, wie z.B. bei den Solidaritäts- aktionen zu dem offenen Brief der Bewohner der Notunterkunft Brügmannhallen .
Lass uns Seite an Seite weitergehen, lass uns den widerstand der migranischen Antifachist_innen und antifachist_innen of color sichtbar halten.

All power to the peopel, smash nazis, smash kapitalism, smash patriarchy, smash white supermacy, smash nationalism, shmash antisemitism

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