kaveh schrieb:

Manchmal wird auf besonders absurde Weise deutlich, dass leblose Gegenstände im Kapitalismus einen sehr viel höheren Wert haben als Tier- und Menschenleben.
In Afghanistan z.B. zahlt die US-Regierung 20 000 Dollar für ein abgebranntes Haus; 14 756 Dollar für einen zerstörten Lastwagen; 1799 Dollar für acht getötete Schafe. Aber wenn US-Soldaten einen Zivilisten töten zahlen sie im Schnitt etwa 3426 Dollar.
Für einen Stapel zerstörter Spiegel auf einer Schubkarre zahlte die US-Regierung 4057 Dollar. Für ein Kind, das bei einer US-Operation starb, erhielten die Angehörigen dagegen nur 2414 Dollar.
Sogar die deutsche Regierung zahlt für ein zerstörtes Fahrzeug doppelt so viel wie für einen toten Zivilisten.
Doch nicht nur im ausgebeuteten Süden, sondern auch im Westen ist das Privateigentum mehr wert als körperliche und seelische Unversehrtheit. Vergewaltigung wird hierzulande oftmals mit geringeren Haftstrafen verurteilt als bewaffneter Bankraub ohne Körperverletzung. Gleichzeitig kriegen Steuerhinterzieher natürlich deutlich geringere Haftstrafen als Bankräuber und die meisten superreichen Steuerhinterzieher bekommen sogar nur Bewährungsstrafen (z.B. Sommer, Zumwinkel, Schockmöhle, Becker). Das Strafmaß hängt also in erster Linie mit der Höhe des Kontostandes zusammen. Unsere Gesetze kommen vor allem den Vermögenden zugute. Mit Hilfe bürgerlicher Gesetzgebungen, politischer Handlanger und einflussreicher Mainstream-Medien schaffen es Superreiche sowie transnationale Konzerne die Bürger*innen dermaßen zu manipulieren, dass sowohl Staatsterrorismus, Neokolonialismus und die Bombardierung der „Dritten Welt“ als auch die Ausbeutung der Lohnarbeiter*innen, der Abbau des Rechtsstaates und Steuerhinterziehung als legitime Praktiken von den Menschen im Westen akzeptiert werden. Als Folge wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer. In Deutschland verfügen die obersten 10% über knapp 60% des Vermögens…
”Manchmal prasselt der Hass herunter wie Gewitterregen
Und man kommt sich vor wie hinter vergoldeten Gitterstäben
Zu viele Brüder und Schwestern da draußen, die verbittert Leben
Doch das Licht in der Dunkelheit leuchtet und erschüttert jeden”

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