Unsere Namen und weiße’s Abwehrverhalten

Auf meine Emails mit „lg. Ali Malik“ folgt öfter die Rückmeldung „Hallo Herr Ali“ oder gar „Hallo Herr Ali“. Auf meine Nachfrage kommt dann oft eine Aufforderung für Verständnis: „Malik ist nun einmal für viele ein Vorname“. Einmal hieß es gar: „Malik ist nur im Deutschen ein Familienname. Siehe die Schauspielerin Julia Malik“.

Ob weiße Deutsche davon ausgehen, dass wir Personen mit of color Namen aus Prinzip zu dumm sind, um dieses beschissene System von Begrüßung/Abschied zu verstehen? Wollt Ihr mir im Rahmen Eures weißen Privilegs der weltweiten Definitionsvorherrschaft jetzt auch noch vorschreiben, wie ich mich zu nennen habe und, dass mein Familienname statistisch gesehen eig. ein Vorname ist*?

Ich habe Eure Sprache gelernt und Ihr könnt Euch nicht einmal meinen Namen merken?

I have learned your language and you cant even remember my name?

‪#‎FuckYou‬. Lernt es. Es ist das Mindeste, was Ihr für diese Welt tun könnt.

*was er nicht ist. Ali gehört zu den häufigsten Familiennamen im persischen Raum. „heart“-Emoticon

Und an alle, die es bereits gelernt haben: love you „heart“-Emoticon

 

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weißes-shitstorm: wir sind nciht rassistisch. 😥
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hey, nur mal so, geht zu ein antirassismus workshop.. und unter biologische rassismus, also hitlerzeiten rassismus, gibt es schon rassistische diskriminirung wegen NAMEN, hautfarbe, sprache oder herkunft. dann hat sarazin noch den kulturellen rassismus euch zum lesen gegeben, was auf dem biologischen rassismus aufbaut.. und zu guter letz gibt es den post modernen rassismus, wo nicht-weiße civilisiert werden sollen.. weil europa ja das homonation ist und es hier keine frauenfeindlichkeit gibt.. müssen wir jetzt überall einmarchieren und die leute demokratisieren ode rihnen menschenrechte beibringen..

findet ihr eins dieser oben aufgelisteten gedanken weisen bei euch und folgen daraus handlungen, dan seid ihr rassisten. PUNKT. und das bedeutet nicht das nur weiße rassistisch sein können, aber nicht-weiße haben den dazugehörigen machtverhältnis, durch die hegemonialen gegebenheiten nicht um tatsächlich rassismus auszuüben, gegen weiße. da die hegemonien von raum zu raum unterschiedlich sind, ist weiß und nicht-weiß nicht an hautfarbe zu erkennen sondern durch die jeweilige positionierung auf der seite der hegemoniale-mehrheit oder auf der seite der minderheiten. wobei dabei zu betrachten ist, dass weiße mehrheitsdeutsche in jedenraum weiß sind, weil sie sich jederzeit auf die global geltende machtverhältnisse und hegemoniale-mehrheit, welche historisch-materialistisch verfestigt ist, berufen können.

ein angrieff auf die bestehende wahrheit, wo weiße definieren das sie nicht rassistisch seien, durch hegemoniale-mehrheits normen zu kontern, sind in diesem kontext weißes abwehrverhalten.

*name geändert

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