#CampusRassismus

#CampusRassismus – eine Online-Aktion der People of Color Hochschulgruppe Mainz & People of Color Hochschulgruppe Frankfurt a.M.

Die People of Color Hochschulgruppe Mainz & diePeople of Color Hochschulgruppe Frankfurt a.M. starten eine Online-Kampagne zur Sichtbarmachung von Rassismen auf dem Campus!

Gemeinsam mit unseren Kooperationspartner_innen: ISD Bund e.V. Initiative Schwarze Menschen in Deutschland United4Eritrea, Copwatch Frankfurt, Ausländer Lesekreis Köln, #schauhin und Weltwärts in Color.

Seid ihr auch dabei?
Twittert zwischen dem 12.12 und 18.12 mit!

Mit dem Hashtag #CampusRassismus möchten wir eure Geschichten rund um Rassismus auf dem Campus hören!

Folgt uns auf Twitter (twitter.com/PoCMainz) und twittert vom 12.Dezember bis 18. Dezember fleißig mit!

Unter #CampusRassismus werden wir gemeinsam die Lebensrealitäten von Student_innen of Color in Deutschland sichtbar machen.

Alle Personen ohne Twitter-Account können ihre Stories unter #CampusRassismus auch auf Facebook teilen! Über die Verlinkung unserer Facebook-Page (facebook.com/PoCMainz) würden wir uns dabei ebenfalls erfreuen
Macht mit, denn sharing is caring!

Warum das Ganze?

Die Universität als Ort der objektiven Wissenschaft? Als Ort der universalen Bildung?

Privilegien zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Inhaber_innen für die Abwesenheit eben jener Privilegien blind machen. Das, was sich außerhalb der eigenen Lebensrealität befindet wird selten wahrgenommen.

So müssen sich weiße Menschen keine Gedanken um die Lebensrealitäten von Personen of Color machen. Der strukturelle, institutionelle sowie individuelle Rassismus dem People of Color in Deutschland ausgesetzt sind wird von diesen selten wahrgenommen.

Als People of Color finden wir uns oft isoliert in Gesellschaft. Das Zusammenkommen und Austauschen ist ein wichtiges selbstermächtigendes Instrument, um unsere Lebensrealitäten sichtbar und relevant zu machen. In dem Moment der gegenseitigen Sichtbarkeit werden unsere Erfahrungen validiert.

Rassismus als gesamtgesellschaftliches Phänomen macht aber auch vor dem Campus nicht stopp. Oft wird vor allem die Universität – ebenso wie andere Bildungsinstitutionen – als Ort der objektiven Wissenschaft, der intellektuellen, und sachlichen Diskussionen wahrgenommen und dargestellt.

Viele Studierende of Color erleben eine andere Wirklichkeit auf dem Campus, den Vorlesungen und Seminaren. Oder aber bereits bei der Einschreibung.

Letztes Jahr twitterten deutschlandweit Menschen mit dem #SchauHin von ihren Erfahrungen mit Alltagsrassismen. Plötzlich wurden viele Fragmente und individuelle Geschichten sichtbar, die trotz ihrer Einzigartigkeit viel gemeinsam hatten.
Die Mitglieder der People of Color Hochschulgruppe Mainz haben in vielen Offline- Diskussionen ähnliche Erfahrungen gemacht.

Die vielen rassistischen Momente in der Universität erschienen plötzlich nicht mehr als ‚subjektive Empfindlichkeit‘, oder ‚Fehlinterpretation‘, sondern als einander gleichende Muster rassistischer Strukturen und Verhaltensweisen.

In diesem Jahr machten Schwarze Student_innen und Student_innen of Color weltweit auf rassistische Strukturen und Wissensinhalte an ihren Universitäten aufmerksam. In Solidarität mit den Schwarzen Student_innen in Südafrika, Nordamerika, sowie England und weltweit, möchten wir trotz der vielen gesellschaftlichen und strukturellen Unterschiede auf mögliche Gemeinsamkeiten aufmerksam machen.

Vereinzelt konnten wir in diesem Jahr Diskurse an deutschen Universitäten wahrnehmen. So fand vor einigen Monaten eine Podiumsdiskussion an der Universität Münster zum Thema
„Warum ist mein Professor nicht Schwarz?“ statt.

Zu den Podiumsteilnehmer_innen zählten unter anderem Aktivist_innen und Akademiker_innen aus England, die Kampagnen wie „Why is my curriculum white?“ und „Why isn’t my professor black?“ mitbegründeten.

Als Studierende of Color möchten wir rassistische Strukturen an der Universität, weiße Curricula, strukturelle Unterrepräsentation von Personen of Color, rassistische Aussagen und Dynamiken in Seminaren, medial sichtbar machen.

An unseren Hochschulen und Fachhochschulen finden akademisierte Diskurse um Rassismus und postkoloniale Perspektiven auf Wissensproduktionen statt. Selten wird die studentische Perspektive wirklich inkludiert. Noch seltener werden praktische Veränderungen an rassistischen Hochschulstrukturen durchgeführt.

In diesem Sinne: Speak out, share your campus realities & reclaim your voice!

Eure People of Color Hochschulgruppe Mainz & People of Color Hochschulgruppe Frankfurt a.M.

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