ohne worte

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wenn rassismus legal ist

komentar aus östereich
„Ach, wir müssen gar nicht die Nafri-Debatte importieren…

Nach dem Anschlag von Berlin durchsucht die Polizei in Oberösterreich mit 160 Beamten 3 Tage lang 704 Asylunterkünfte und 14.000(!) Personen. Und findet offensichtlich nichts. Gar nichts.

Da könnte man ja eine positive Nachricht draus machen – wenn man will.

Blöd ist das nur, wenn man (VP-naher) Polizeidirektor ist, im Herbst wiederbestellt werden will, bei der ersten Bestellung einen Konflikt mit der Oppositionspartei FPÖ hatte und die jetzt in der Landesregierung sitzt (und der LH muss der Bestellung zustimmen).

Dann braucht man natürlich eine Angst-und-Panik-Story. Also sucht man aus den 14.000 Personen eben 15 Muslime raus und nennt sie einfach „auffällig“, ohne weitere Begründung (und nicht „verdächtig“, damit würde es nämlich juristisch bedeutend). Dann redet man mit einem Journalisten, der keine kritischen Fragen stellt und für ein paar Klicks titelt: „100 Prozent der Auffälligen sind Muslime.“
Und im Text, noch besser, zitiert: „Ich traue mich auch zu sagen, dass alle Auffälligen Muslime sind, das muss erlaubt sein.“

Und schon hat man eine Gschicht, die die Blauen sicher super finden, die den ganzen Polizeieinsatz rechtfertigt und noch die gewünschte neue 80-köpfige Überwachungseinheit als unbedingt notwendig erscheinen lässt.

So geht Propaganda.

UPDATE 18:00 – Der Kurier hat den Titel der Story geändert und sie überarbeitet. Ein sehr korrekter Umgang damit.“ https://kurier.at/chronik/oberoesterreich/landespolizeidirektor-pilsl-wir-wollen-nichts-beschoenigen/238.676.447