Die Welt ist meine Bühne

Improvisations-Theater, dieses Begriff ist eine Beleidigende Umschreibung für mein Alltägliches Leben. Das aneignen von Wissen und Handbücher um diese im Alltag für das Überleben zu nutzen ist mein Alltag. Während die Kontrolleure sich zu dritt vor einem aufstellen und Mensch nicht auf die Fragen der Kontrolleure unwichtige Antworten gibt, während Mensch auf dem richtigen Moment wartet, um durch die Kontrolleure springen zu können. Und dann auch noch abchecken muss, dass nicht einer der Passanten sich dir in den Weg stellt. Gleichzeitig eine Berechnung von Ankunftszeit der Bahn an der Haltstelle, wie lange die Tür braucht um aufzugehen. Und go! An den großen Körpern vorbei, durch die Passanten, die Tür ist offen und die Treppen hoch gelaufen. Jetzt erst mal zu nächste Haltstelle laufen. Ja das ist mein Leben. Und auch wenn ich jetzt in der Uni sitze. Mein Studierendenausweis ist bei meiner Brudis besser aufgehoben.

Im Folgenden werde ich die Absurdität des Privilegierten Lebens darstellen(1), die an den Unialltag herrschenden Widersprüche analysieren(2.a) und wie und was dies mit mir macht beschreiben(2.b). ebenfalls einige Tipps für den Alltagskampf(3). Anschließend werde ich es in einen Gesamtgesellschaftlichen Kontext setzen.(4)

1.        Die Absurdität des Privilegierten Lebens

Kennen-lern Spiele und „Body-Persussion Rytmen“ sollen Körper und stimme lockern, Vertrauen in sich wecken und Vertrauen zu Gruppen-Mitglieder aufbauen. Ein Beispiel: Bei dem Spiel „Whiskymixer“ wird dieses Wort von jedem Spieler im Kreis nacheinander wiederholt, bis die Richtung, in der das Wort „weitergegeben“ wird durch den Begriff „Messwechsel“ geändert wird. Dann wird bis zum nächsten Richtungswechsel „Waxmaske“ weitergegeben. Ein Versprecher wird durch das Umlaufen des Kreises sanktioniert. Bei erhöhter Geschwindigkeit werden hier das Hören auf den Mitspieler und konzentriertes, deutliches Sprechen gefördert. Durch die Schwierigkeit der Worte funktioniert das Aussprechen nicht immer ganz reibungslos, was in Bezug auf Gruppendynamik zu einer lockeren und heiteren Stimmung führen soll. Eine weitere Übung: Ein anderer Teamkollege die Nachricht „Zilinski ist tot“ zu überbringen. Zuerst in einer beliebigen
Stimmungslage, wodurch das spielen einer Emotion mit Stimme und Körper geübt wird. Im nächsten Schritt wird diese Übung erweitert, in dem man die Stimmungslage, mit der einem die Nachricht überbracht wird beim eigenen Überbringen aufgreifen muss. Dabei wurde man zum ersten Mal mit einer Grundprämisse des Improvisations-Theaters konfrontiert: Der unbedingten Annahme und Weiterführung der Idee, die ein Mitspieler einbringt.

Oder: Zwei Partner sich gegenüber stehen und gemeinsam beim sprechen Sätze entwickeln, wobei offen zu Tage trat, dass Improvisations-Theater nur durch das „Zusammen“ funktioniert. Eine weitere Übung war die „Fernbedienung“. Hierbei besitzt ein Partner eine imaginäre Fernbedienung, der andere muss eine Idee spielen. Sobald der erste Partner die Fernbedienung benutzt, muss der andere in seiner Position erstarren und aus dieser heraus eine ganz andere Idee spielen.

Neben diesen angerissenen Übungen gab es noch einige weitere, die zum Training oder zum tatsächlichen aufführen durchgespielt wurden. Wie eingangs bereits kurz erwähnt, wird also beim Improvisations-Theater nicht das geprobt, was man auf der Bühne spielt, sondern wie man es spielt.

Beobachtet Mensch allerdings nicht nur den Wald sondern guckt Mensch sich mal die einzelne Bäume an, so kann Mensch aus dem konkreten verhalten der Teilnehmenden also ihre Unfähigkeit zu Kreativität, Spontanität, Emotionalität oder ästhetischen handeln, eine Frage sich stellen dürfen: Was können diese Menschen mit Improvisations-Theater anfangen?

 

2.a.        Die an den Unialltag herrschenden Widersprüche analysieren

Während der oben genannten Improvisation-Versuche sind unzählige rassistische, hedroseixistische oder sonst diskriminierende Handlungen geschehen. So Lag ich mich bei jeder Gelegenheit auf eine Bank und versuchte einzuschlafen zumindest abzuschalten. Den die Tage vorher waren hart und die kommenden Tage werden noch härter. Keine Wohnung, kein Geld, kenne kaum Leute in der neuen Stadt. Während Mensch als betroffene entweder sich abgrenzen muss um weniger diskriminierende verhalten abzubekommen oder vor Müdigkeit gar nicht erst an den öffentlichen Diskusionen teilnehmen kann, müssen Kompliz_Innenschaften von weißen oder Männern gebrochen werden, den sonst bleibt das „copy & paste“ Leben fortbestehen. Auf der anderen Seite sehe ich Leben von Menschen wie der Pennende ich. Wie in einem Western Film wo der mexikanische typ immer als faul mit seine große Strohhut am Straßenrand schläft oder der böse wicht ist, kämpfe ich gegen die Vorurteile und letztendlich wird der weg den ich gehe ein harter weg mit der Machete in der Hand durch dem Dschungel sein, an dessen Ende einige verantwortliche Köpfe fallen werden. Und so verharre ich an Orten, an dem mein Existent abgesprochen wird.

 

2.b.     Wie und was dies mit mir macht

Ob nun Leute wegen Hautfarbe, Aussprache oder Namen anders behandelt werden oder ob migrantisches Wissen oder Frauen-Wissen nicht als solche benannt und natürlich auch nicht als solche verstanden werden, regen mich nicht mehr auf. Prägend ist für mich immer wieder, wenn eine Auflistung von Philosophen kommt und die sind alles Leute aus den Kolonial-Ländern. Überhaupt die Annahme das eine Person es wert ist als Macher von diese und jene Theorie benannt zu werden, wo das menschliche Gedächtnis bekanntermaßen kollektiv ist, ist Produkt einer verlogenen bürgerlichen Gesellschaft. Unter all den „copy & paste“ leben, weiß der eine nicht ob es dem anderen vlt. genauso geht. Den wer von den Workshop Teilnehmern, macht sich kopf über die Wohnungslosigkeit eines Mitstudis. Also auch ich höre auf zu fragen, welche Betroffenheit meine Mitstudis haben und trennte mich von ihnen.

3.        Einige Tipps für den Alltagskampf

Wie bei jeder aktiven Interaktion mit seiner Umwelt, wie bei jedem Prozess, bei dem man sich entscheidet die Rolle des Subjekts statt des Objekts einzunehmen bedarf es auch, oder gerade, bei künstlerischer Praxis verschiedener Kompetenzen, die einem erst eine aktive Haltung ermöglichen.

Als erstes bedarf ist die Notwendigkeit Entscheidungen treffen zu müssen und somit Verantwortung für sich und das Umfeld zu übernehmen. Um erwünschte Resultate zu erhalten, wie das entkommen vor Kontrolleure in der Bahn, sind neben wissen über die Funktion der Kontrolleure, damit einem Schuldgefühle nicht von vornerein handlungsfähig machen, auch wissen über gesellschaftliche Strukturen notwendig. Z.B. religiös internalisierte Schuldgefühle die eine Selbstversklavung ermöglichen sollen oder das wissen über den Rassismus und Klassismus in der Gesellschaft. Den sonst könnte ein Rassist oder Staatstreue Obersklave sich dir in den Weg stellen um den Kontrolleuren zu helfen, ohne dass du gesunde widerstand ausübst. Mensch muss wissen, dass Kontrolleure weder gut noch böse sind, sondern eine Funktion ausüben. Mensch muss  wissen, das Gastarbeiter den Bahnhof gebaut haben, in dem der Zug einfährt. Mensch muss wissen das die Einschränkung des Zugangs zu öffentliche Verkehrsmittel ein Diebstahl der Bevölkerung und Umwelt gegenüber ist. Mensch muss wissen das „Schwarzfahren“ aus rassistischen Gründen Schwarz negativ besetz und du es nur positiv besetzen kannst, wenn du die Kontrolleure möglichst geschickt austrickst. Z.B. kannst du Kontrolleure laut darauf ansprechen, warum sie immer zuerst die Schwarzen Menschen kontrollieren, oder warum sie dich so laut und aggressiv ansprechen. Du musst verstehen, dass die Welt eine Bühne ist und du das Spiel umdrehen kannst. Das Theater Stück der Kontrolleure lässt sich einfach auflösen, wenn du sie nach ihren Ausweis fragst oder durch das laut werden, dich nicht beschämen lässt, sondern die Aufmerksamkeit der Massen nutzt um sie in eine beschämende Situation zu bringen. Integriere die Bühne in dein werk anstatt dich in das spektakel integrieren zu lassen.

  1. Gesamtgesellschaftlichen Kontext setzen

    So interessant Methoden der Wissenserarbeitung an den Universitäten sind, so losgelöst sind sie von der gesellschaftlichen Realitäten, wenn betroffene der gesellschaftlichen Verhältnis nicht als Subjekte sondern als Objekte angesehen werden, welche durch eine intellektuelle Elite überhaupt erst in eine Subjekt Position gebracht werden muss.

    Das Bildung System unterworfen einer kapitalistische Profitmaximierungslogick, an den viele von vorne rein ausgesiebt wurden und einer immer kürzer taktierten Aussiebens Druck durch Prüfungen und Hausarbeiten den Unialltag bestimmt, kann keine antworten auf die gesellschaftlich vorhandenen Widersprüche entwickeln. Es ist selbst ein Widerspruch, Spaltungspunkt für die Bevölkerung und parasitär widerstandwissen gegenüber.

    Das was an der Universität als Disziplinierung die Menschen von sich Entfremdet, ist innerhalb diesen Institutionen Immanenten Herrschaftsmechanismen nicht lösbar, weil den bemächtigten die Notwendigkeit zur der entscheidende Handlung fehlt. Die Teilnahme an ritualförmige Veranstaltungen und das Reproduktion von Texten lässt keinen handelnden Subjekten mit einem freien Willen zu. Viel mehr werden Soldaten für die herrschende Ordnung erzogen.

    Mein dargestellter gegen perspektive ist Alltagskunst, den Alltagsgewalten entgegensetzend. Als Ort des Lernens, das Ort des Geschehens zu wählen und anstatt „copy & paste“ Inspiration und Poerty.

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